Ku-Ring-Gai-Chase National Park

Vor Weihnachten haben wir einen unserer freien Tage mit einem Ausflug zum Ku-Ring-Gai-Chase National Park verbracht, Natur pur und das nur 40 Km von der Millionenstadt Sydney entfernt. Auch das gibt es wohl nur in Australien! Mit unserem Auto haben wir also den bequemen, 40-minütigen Weg über den Highway genommen und einen Tag außerhalb der Großstadt verbracht.

Welcome to Ku-Ring-Gai-Chase Schild am Eingang

Welcome to Ku-Ring-Gai-Chase Schild am Eingang

Informationen:

Der Ku-Ring-Gai-Chase National Park ist einer der ältesten National Parks Australiens. Das liegt zum Großteil daran, dass die Kolonisation Australiens im 19. Jahrhundert von Sydney aus begann. Von dort aus wurde der 150 km² große Ku-Ring-Gai-Chase-Nationalpark 1894 gegründet. Heutzutage bildet er die nördliche Grenze Sydneys und bietet eine angenehme Abwechslung zum hektischen Alltag in der Metropole Sydney. Der Name leitet sich vom Namen des Aborigine Stammes der „Guringai“ ab.

Feuerrisikotafeln zeigen geringe Buschbrandgefahr

Feuerrisikotafeln zeigen geringe Buschbrandgefahr

Unser Tag im Ku-Ring-Gai-Chase National Park

Wir haben uns um ca 10 Uhr vormittags mit unserem Auto auf den Weg in den Nationalpark gemacht. Der Weg führte uns durch das Zentrum von Sydney über die berühmte Harbor-Bridge Richtung Norden. Nur 30 Minuten nach der Überquerung bogen wir bereits vom Highway in Richtung Nationalpark ab, wenig später befanden wir uns vollständig umgeben von Natur. Kein Zeichen davon, dass in lediglich 30 Km Entfernung Australiens größte Stadt liegt.

Wenige Kilometer nach dem Begrüßungsschild kamen wir auf einen großen Parkplatz, an dem man das Tagesticket zu 11$ lösen konnte. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Parks kam sofort auf uns zu und empfahl uns einige Orte und Sehenswürdigkeiten, bevor er sich mit freundlichen Weihnachtsgrüßen wieder verabschiedete. Wir nahmen seine Empfehlung an und machten uns auf den Weg durch über Serpentinenstraßen nach „Bobbin Head“, einem malerischen, kleinem Örtchen mit einem Yachthafen und einem kleinem Gasthaus, in dem wir zu Mittag „Bacon and Egg Rolls“ hatten.

Bobbins Head Inn Gasthaus

Bobbins Head Inn Gasthaus

Nach der Stärkung machten wir uns weiter auf den Weg zum östlichsten Punkt des Ku-Ring-Gai-Chase, dem West Head Lookout. Warum der östlichste Punkt West Head heißt, haben wir zwar nicht herausgefunden, dafür aber haben wir die malerischen Strecke über Hügel und Berge sehr genossen. Auf dem Weg sind wir durch das Örtchen Duffy Forest gefahren, das vom Ku-Ring_Gai-Chase fast komplett umschlossen wird und Drehort der australischen Serie „Skippy – Das Buschkänguru“ war.
Auf dem Weg hatten wir auch diverse Begegnungen mit der australischen Tierwelt, unter anderem mit einem sehr schüchternem Wallaby (ein kleineres Känguru) und einer Eidechse.

West Head Lookout

Der West Head Lookout ist mit dem Auto erreichbar. Vor Ort gibt es Parkplätze für ca 10 Autos die unmittelbar neben dem Aussichtspunkt liegen. Es gibt keine sanitären Anlagen vor Ort. Dafür entschädigt aber der Ausblick und lässt eventuelle Not vergessen machen. Vom Aussichtspunkt schaut man über eine kleine Bucht auf den gegenüberliegenden Palm Beach und den Barrenjoey Leuchtturm. Die Aussicht auf den dahinter liegenden Südpazifik ist wirklich atemberaubend. In die Bucht fuhren sehr viele Segelboote ein und ein Wasserflugzeug flog dicht über unseren Köpfen hinweg.

Am Lookout startet ein Wanderweg zu einem ausgeschilderten Strand unterhalb des West-Head-Points. Die Strecke wurde mit 500 Metern und 20 Minuten pro Tour veranschlagt und wir machten uns entschlossen auf den Weg. Der Abstieg war sehr steil und führte über in den Felsen geschnittene Stufen. Unten angekommen, blickten wir auf viele verschiedene große Felsen in unterschiedlichsten Formen. Wenige Meter vor uns segelten Yachten vorbei ein wirklich schöner Ort, der einen die Zeit vergessen lässt.


Nach der Besichtigung des kleinen Strandes machten wir uns auf den Rückweg, der um einiges schwieriger war als der Hinweg, da wir nun die steilen Treppen hinaufsteigen mussten. Oben angekommen waren wir auch ordentlich durchgeschwitzt und genossen die Klimaanlage im Auto.
Wir machten uns auf den Rückweg und fuhren eine weitere, malerische Serpentinenstraße entlang , aus dem Ku-Ring-gai-Chase zurück zum Highway und in die Stadt.

McMahons Point

Da Silvester vor der Tür stand und wir noch den geeigneten Platz zum Feuerwerk schauen suchten, sind wir auf dem Rückweg noch am McMahons Point angehalten. Der Ausblick war sehr schön, mit einem 90° Winkel zur Harbour Bridge und dem Opera House unter der Brücke. Wir fanden aber, dass das Opernhaus lieber im Vordergrund sein sollte.

Auf dem Weg zurück in Richtung Harbour Bridge, sind wir noch auf einer Brücke angehalten und haben Langzeitbelichtungen vom Verkehr gemacht. Es war nicht gerade sehr viel los auf den Straßen, aber ich wollte unbedingt mal so ein Bild ausprobieren. Im Anschluss ging es dann nach einem langen Tag wieder nach Hause.

Als kleines Experiment und Highlight, haben wir über den Tag hinweg kleinere Videos mit unserer Kamera gedreht, um euch einen Einblick in unseren Tag zu geben. Ich hoffe euch gefällt der Beitrag und das Video, hinterlasst uns gern ein Kommentar mit einer Rückmeldung.

Liebe Grüße aus Sydney
Niels und Carina

1 comment for “Ku-Ring-Gai-Chase National Park

  1. 21. Januar 2015 at 16:20

    National Parks sind super, war selber in sämtlichen in Costa Rica, aber so einen Aufstieg hatte ich da nicht. Gott sei Dank 😀 da bin ich froh. Die Bilder sind toll und erwecken bei mir die Lust auf ein neues Abenteuer. Danke euch. Ich habe mich an die schönen Zeiten erinnert, die ich bisher hatte. Die letzte schöne Erinnerung habe ich aus dem Meran Urlaub :) Danke euch für den interessanten Artikel. LG Elisa

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